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(Via Ms. Cakehead.)
Ich bin ja eher so der Hip-Hop-Clown/Partyrapper, deswegen passt als 666. Post in diesem Blog Blumios neue Nummer "Lass Ma Über Haie Reden" wie die Faust aufs Auge. Der Düsseldorfer Rapper im Haikostüm ist alleine schon diesen Eintrag wert.
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So, jetzt ist es passiert. Ich habe heute wieder einmal Premiere gefeiert. Diesmal auf einem neuen Blog. In Zukunft werde ich (hoffentlich) regelmässig für das 78s-Blog schreiben. Wobei für meine Begriffe die Bezeichnung Blog ein wenig Fehl am Platze ist. 78s.ch ist eines der meistgelesenen (oder das meistgelesene?) Online-Musikmagazine der Schweiz. Und ein höchst sympathisches dazu. Vor einigen Wochen schon hatte ich mich mit einem der drei Haupt-78er, David, getroffen und er hat mich sozusagen erfolgreich angeworben. Für mich ist das ein willkommener Schritt a) zurück zum Indie (im musikalischen wie auch im Sinne von "Mama, ich bin zurück vom Mainstream") und b) in die Schweizer Musikszene. Zum Anfang habe ich über ein Thema geschrieben, dass ich auch schon hier aufgegriffen und bei laut.de verarztet habe: Michael Lavines und Thurston Moores Buch "Grunge".
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Eine schöne Idee. Diese Seite aggregiert alle Tweets mit den Wörtern "shitty" und "day" und macht sie schön. Die Scheißtage.
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Zürich braucht ein eigenes Webcafé. Nicht so ein Internetcafé wo Halbstarke chatten und Hausfrauen das Internet ausdrucken, ne, ich meine einen Hangout, einen Anlaufpunkt, einen, äh, Hub für die Webszene der Stadt. Während meiner Arbeit in den letzten 15 Monaten habe ich festgestellt, dass viele derer, die im Webbereich arbeiten, durchaus Lust haben, sich miteinander zu vernetzen. Oft fehlt es aber am nötigen, lockeren Rahmen. Natürlich gibt es gute, besuchenswerte Veranstaltungen wie den Web Monday, den Web Tuesday, die Chuchis usw. usf. Ich bin allerdings der Meinung, dass es einen Ort geben sollte, an dem man sich jederzeit treffen und miteinander austauschen kann. Ausserhalb von Arbeit und Büro. Vorzugsweise wäre das natürlich irgendwo, wo man sich gerne aufhält. Ergo: ein Café. So wie das Oberholz in Berlin (minus das Prätentiöse, das da mitschwingt).
Deshalb habe ich mich auf die Suche begeben, zusammen mit einigen Mitstreitern. Bei Amazee habe ich ein Projekt aufgesetzt, in dem Ideen gesammelt und das Finden eines idealen Standortes koordiniert werden. Zwei Cafés habe ich schon angesehen und für relativ ungeeignet befunden (das Sphères ganz in der Nähe vom Technopark und das Café Z hinterm Albisriederplatz). Die weiteren Kandidaten sollen mit verschiedenen Kollegen abgeklappert werden. Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Leute beteiligen. Ein solcher Webster-Hangout soll natürlich allen offen stehen, die sich in irgendeiner Form mit dem Internet beschäftigen: Ob professionell oder aus privatem Interesse.
Eine grundsätzliche, aber sicher unvollständige Liste mit Anforderungspunkten an ein Webcafé in Zürich findet sich im Amazee-Projekt. Man könnte auch ein eigenes Café aufmachen, dafür bräuchte es aber m.E. noch mehr Hingebung von mehr Leuten. Unabhängig von der Suche nach dem Webcafé für Zürich gibt es übrigens auch die Überlegung, ein betahaus in Zürich aufzuziehen. Derzeit eruieren die Aktivisten hier allerdings noch die Möglichkeiten. Wer sich hier einbringen möchte, kann mal mit dieser Umfrage anfangen.
Und wer sich via Twitter an der Suche beteiligen möchte, der/die/das Hashtag ist #webcafezh.
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Die Top 50 des Jahrzehnts, Teil Vier (hier Teile III, II und I). Die Plätze 20 bis elf. Die Spannung steigt.
20. Kinski – Down Below It's Chaos (2007)
Eine Sub-Pop-Band, zu der ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen bin. Eigentlich machen sie ziemlich sicher sowas wie Stoner-Rock, allerdings sehr instrumentell. Ich weiß nicht, ob Stoner-Fans auf Kinski stehen, zumal sie auch ein wenig unglamuröse, oder eher unstonerige alte Säcke sind. Dafür drückt ihr "Down Below It's Chaos" ganz schön, für mich eines der spannendsten Alben 2007, auf eine sehr angestaubte Art. Für laut.de besprochen.
19. The Book Of Daniel – Songs For The Locust King (2006)
Mit The Book Of Daniel verhält es sich ähnlich wie mit Kinski. Sie kam einfach reingeschneit, die Platte, und ich habe wohl ob des komischen Albumtitels mal reingehört. Musikalisch ist TBoD wohl der Gegenentwurf zu den alten Herren und der Dame aus Seattle. Der Schwede Daniel Gustafsson macht schwermütige Musik, ohne dabei in Indieklischees zu verfallen. Eigentlich schafft er sogar so etwas wie einen eigenen musikalischen Kosmos. Indie-Jazz oder sowas. Auch live eine ganz tolle Sache, wie ich an einem unvergesslichen Abend in Gossau bei St.Gallen mit ca. 10 anderen Zuschauern erfahren durfte. Für laut.de besprochen.
18. Two Gallants – What The Toll Tells (2006)
Two Gallants sind vielleicht der größte Wurf von Saddle Creek seit Bright Eyes und The Good Life/Cursive. Zumindest künstlerisch gesehen. Die beiden Kalifornier überschreiten die Grenzen von Indiefolk, Alt. Country und Americana und kreieren einen Soundtrack für den bösen Südwesten, der von Gewalt, Hitze und Rassismus bestimmt wird. Ein fesselndes Album, das man sich auch als Soundtrack für einen sehr komischen Western vorstellen könnte. Eine der ganz positiven Überraschungen des Jahres 2006. Für laut.de besprochen.
17. Interpol – Our Love To Admire (2007)
Diese Interpol-Platte (die zweite in den Top 50) hat dann richtig bei mir gezündet. In meinen Augen ist die Stärke von "Our Love To Admire" gegenüber den ersten beiden Longplayern, dass sie auch als Ganzes sehr gut funktioniert und nicht von einzelnen Highlights lebt. Der kühle Pathos der New Yorker scheint hier auf die Spitze getrieben und Stücke wie "Pioneer To The Fall", "No I In Threesome" oder "The Heinrich Maneuver" sind bleibende Ohrwürmer geworden. Was mich ärgert: Dass ich die Band immer noch nicht live gesehen habe.
16. British Sea Power – Do You Like Rock Music? (2007)
Wow, was für eine Band, was für ein Hochgefühl. British Sea Power waren mir mit ihren ersten beiden Alben "The Decline Of ..." und "Open Season" schon aufgefallen. Vor allem die Bowie-Anleihen auf der zweiten Platte waren der Wahnsinn. Mit "Do You Like Rock Music?" steigerten sie ihre künstlerische Leistung noch einmal und fanden zu einer grandiosen Eigenständigkeit. Auch live sind die Engländer ein Sturm. Vielleicht das beste Indie-Album des Jahrzehnts. Für laut.de besprochen.
15. Sascha Funke – Mango (2008)
Sascha Funke ist in Electro-Kreisen natürlich kein Unbekannter, was mich natürlich nicht daran hinderte, ihn erst mit letztjährigem "Mango" zu entdecken. Minimal Techno muss nicht immer langweilig sein, habe ich erfahren. "Mango" ist ein schönes, abwechslungsreiches, fast zartes Album, dass sich prima für einen langsamen Sonntagnachmittag zuhause eignet, aber sicher auch prima auf der Afterhour am, äh, Montagmorgen laufen kann. Oder wann auch immer. Kein Wunder, dass Kollege Schuh die Höchstwertung gezückt hat.
14. Sonic Youth – Rather Ripped (2006)
Okay, meine Top 50 wären nicht komplett ohne Sonic Youth. Jetzt haben die in den vergangenen zehn Jahren fünf Studioalben rausgebracht, keine leichte Entscheidung also. Kurz vor "Murray Street" von 2002 gewinnt aber "Rather Ripped" den bandinternen Wettstreit. Weil es das wohl poppigste, zugänglichste Album der New Yorker ist, das ich je gehört habe. Und mit "Incinerate" so etwas wie einen persönlichen Superhit enthält. Nicht jeder SY-Fan wird hier zustimmen, aber ich finde diese Zahmheit, die "Rather Ripped" transzendiert, durchaus authentisch für die Band. Deshalb diese Platte.
13. Arctic Monkeys – Whatever People Say I Am, That's What I'm Not (2006)
Um die Arctic Monkeys führte 2006 kein Weg vorbei, weder bei laut.de noch sonst irgendwo. Mit ziemlicher Leichtigkeit hievte die Redaktion die Engländer auf den Thron für das Album des Jahres, und auch ich konnte mich dem nicht entziehen. Dieser unverschämt direkte Garagenrock mit so herrlichen Perlen wie "Riot Van" musste einfach landen. Leider konnten sie mit den folgenden Alben qualitativ nicht an das Debüt heranreichen. Aber mehr als ein gutes Album braucht eine Band in Zeiten solch kurzer Aufmerksamkeitsspannen ja nicht, um zumindest temporär zur Legende zu werden.
12. The Thermals – The Body The Blood The Machine (2006)
Auch die Thermals finden sich zweimal in den Top 50, ebenso völlig zurecht. Bei wenig anderen Bands machte in der letzten Dekade Rockmusik so viel Spaß wie bei diesen Sub-Pop-Superhelden. "The Body The Blood The Machine" ist dabei aufgeladen mit religiösen Bildern, die dieser Platte eine ironische Größe geben, eine Überhöhung, die die darauf enthaltene Musik fast sakral erscheinen lässt. Und das gepaart mit einer ehrfürchtigen Poppigkeit, wow. We were born to sin! Für laut.de besprochen.
11. Franz Ferdinand – Franz Ferdinand (2004)
"Ich heiße superfantastisch, ich trinke Schampus mit Lachsfisch!" Die wohl obskurste Songzeile der Noughties. Was dadaistisch daherkam, wurde untermalt von ähnlich abstraktem in den dazugehörigen Videos. Kein Zweifel, Franz Ferdinand haben den Scheiß (Kunst) studiert. Und setzen es aber gleichzeitig aber so um, dass es eine wahre Freude ist. Im Nullkommanix sind die Schotten nicht mehr aus der Indiedisco wegzudenken. Auch ihre Nachfolgealben taugen etwas (im Gegensatz zu den südlichen Kollegen der Monkeys), wenn auch nicht in der ganzen Gloria des Debütalbums.
Nächste Woche dann die Top Ten. Jippiejippiehyeah!
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it takes a fool to remain sane.