Jim Horwat hat in einer einzigen Zeichnung die Geschichte vom Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat, zusammengefasst. Da ist alles Wichtige dabei, würd ich sagen. Als großer Lebowski-Fan ist das Ding natürlich längst bestellt. Und bitte auch in extralarge ansehen.
Ich habe ja zugegebenermaßen eine Schwäche für schwedischen Indiepop. Entweder die ernste und mitunter traurige Sorte wie die herrlichen The Book Of Daniel, die Singer-Songwriter wie Björn Kleinhenz, die himmelhochjauchzend-zutodebetrübten wie David & The Citizens, oder die shiny happy people wie I'm From Barcelona. In letztere Schublade fallen auch Leffe P aus der Nähe von Uppsala. Singen ein wunderbares Lied, ich weiß nicht, worüber, über das Trinken vielleicht? Das können sie nämlich auch, die Schweden. Übers Trinken singen und das Gesungene gleich in die Tat umsetzen. Siehe Friska Viljor. Der Songtitel von Leffe P ist auf jeden Fall jetzt schon jahresbestverdächtig. "Alla Vill Ha Öl Men Ingen Vill Dö" übersetzt Fiket mit "Alle wollen Bier aber keiner will sterben" (was ich mit meinen rudimentären Schwedischkenntnissen verifizieren kann). Passend, dass Leffe auch ein beglisches Starkbier ist. Denn das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.
Wäre diese Nummer nicht schon uralt, hätte sie in der Tat das Zeug, mein Song des Jahres zu werden. Das britische Hip-Hop-Duo dan le sac vs. Scroobius Pip hat "Thou Shalt Always Kill" aber schon 2007 aufgenommen. Trotzdem, immer noch herrlich: The Streets Rumpelstyle trifft Art Brut. Scroobius Pip sprechsingt seine eigenen 35 Gebote, die auch so grundlegende Vorgaben wie "Thou shalt not read NME" oder "Thou shalt remember that guns, bitches and bling were never part of the four elements and never will be" beinhalten. Hier die Lyrics dazu, hier noch die 2009er-Version, von De La Soul überarbeitet. Oh, doch ein Song des Jahres!
Laut Endi ist "Awaydays" von Kevin Sampson eines der besseren Bücher über Hooliganismus, mit dem Autoren and den Reglern ist es jetzt verfilmt worden. In Großbritannien läuft der Streifen scheinbar schon seit Mai, J., die mich darauf hingewiesen hat, hat ihn wohl auch schon gesehen – und wusste nichts Schlechtes darüber zu sagen. In einer etwas längeren Besprechung kommt eine der Stärken des Films zum Ausdruck: Es geht nicht nur um Kloppereien zwischen Halbstarken und Lads, sondern auch um Musik und Mode (Hell, auf der Filmhomepage gibt es Kurz-Essays über Kleidung und Sound!). Da "Awaydays" in der goldenen Post-Punk-Ära Ende der Siebziger Jahre spielt, könnte das in der Tat genau mein Ding sein. Ben Sherman und Adidas, und auf dem Soundtrack dazu Cabaret Voltaire, Magazine, The Cure, Joy Division, Wire, Gang Of Four und weitere. Hier der Trailer und die ausführliche Besprechung.
Ein bisschen geschmeidige Aggro am Morgen: Knut Und Die Herbe Frau – Blutiger Sonntag. Passabel nettes Lied, schönes Video mit Kneipenschlägerei der besonderen Art. Von ihr würde ich auch gerne die Nummer haben.